Ministerin Heiligenstadt steht für Qualitative Weiterentwicklung der Kitas

SPD Landtagsabgeordneter Uwe Santjer freut sich über das Engagement der Kollegin Vockert (CDU) für die frühkindliche Bildung, wundert sich aber über die Vorwürfe (NZ vom 26.07.13) gegenüber Kultusminsterin Frauke Heiligenstadt. Frau Vockert unterstellt der Ministerin in ihrer Anfrage auf Zeit zu spielen, da diese bis Sommer 2014 einen Gesetzentwurf zum Kinderförderungsgesetz vorlegen wird.

„CDU und FDP waren in den letzten 10 Regierungsjahren nicht in der Lage das Kindertagesstättengesetz an die Realitäten kindlicher Bildung anzupassen und nun erwartet die Opposition innerhalb kürzester Zeit Verbesserungen, das ist nicht redlich“, so Santjer.

Nach seiner Einschätzung kann Frau Vockert mit dem Führungsstil der Ministerin nicht umgehen, die bei der Weiterentwicklung gesetzlicher Rahmenbedingungen die Erkenntnisse der Fachpraxis einbinden wird. Nach Santjer hat sich die CDU und FDP in der Vergangenheit nicht darum gekümmert, den Personalschlüssel in Krippen und Kindertageseinrichtungen zu verbessern. Beim bestehenden Fachkräftemangel hat die Vorgängerregierung nach Auffassung des SPD Politikers auf ganzer Linie versagt. „Die Versäumnisse der Vergangenheit holen uns jetzt ein“, weiß der SPD Landtagsabgeordnete, der selbst Erzieher ist. „Zuwenig Vorbereitungszeit, der schlechte Personalschlüssel, Defizite in der Ganztagsöffnung, schlechte Bedingungen für die Inklusion in Krippen, nicht ausreichende Ausbildungsmöglichkeiten und zuviel Bürokratie charakterisieren die Bedingungen frühkindlicher Bildung in Niedersachsen“, Santjer weiter. Dazu kommt der quantitative Aspekt. In Niedersachsen bekommt nicht jedes Kind im Krippen-Kindergarten- oder Hortalter einen Betreuungsplatz.

Nach Santjers Auffassung ist die Ministerin gut beraten, einen ganzheitlichen Lösungsansatz über das Kinderförderungsgesetz vorzulegen. „SPD und Grüne werden mehr Finanzen für den frühkindlichen Bereich in den Haushalt einstellen- noch besser agieren könnten wir, wenn Gelder des von CDU/FDP favorisierten Betreuungsgeldes in die Struktur fließen würden. Ich lade Frau Vockert ein, an unserer Seite gegen das Betreuungsgeld, für mehr Bildungsqualität zu werben“, Santjer abschließend.