Uwe Santjer (SPD) zu Besuch beim Personalrat der Regionaldirektion Otterndorf: Drängende Fragen besprochen

Am vergangenen Montag traf sich der örtliche Landtagsabgeordnete Uwe Santjer mit dem Personalrat der Regionaldirektion Otterndorf des Landesamtes für Geoinformation und Landesentwicklung Niedersachsen (LGLN) in Otterndorf, um über drängende Fragen zur anstehenden Umstrukturierung der regionalen Landesentwicklung in den Austausch zu kommen.

Der Sozialdemokrat konnte zu Beginn der Besprechung für den Standort Otterndorf mitteilen, dass dieser bestehen bleibt und alle Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen ihren Arbeitsort behalten. „Auch die drei bis vier Personen, die mit Querschnittaufgaben betraut sind, werden nicht gegen ihren Willen nach Lüneburg versetzt“ berichtet Santjer. Diese Aussage freut auch Otterndorfs SPD Bürgermeister Claus Johannssen, der auch seit Wochen mit dem Ministerium im Gespräch ist, um sich für den Standort einzusetzen.
Die Personalvertretung machte gegenüber Santjer deutlich, dass sie die bestehende Struktur mit 14 Regionaldirektionen für gut und richtig erleben und eine weitere Neustrukturierung nach den Reformen von 2005 und 2010 nicht befürworten. Der Personalratsvorsitzende Holger Würfel bemängelt, dass eine Aufgabenkritik seitens der Landesregierung fehle. Santjer sprach den Mitarbeitern sein Verständnis aus, zumal die von der alten Landesregierung angeordneten Reformen einen Stellenabbau von insgesamt 850 Stellen ausmachten. Aus seiner Sicht ist aufgrund der jetzigen Weiterentwicklung kein Stellenabbau zu befürchten, räumte aber ein, dass bei zukünftig nötigen Haushaltsersparnissen des Landes immer wieder auch über das Landespersonal gesprochen wird. Für die Personalvertreter war besonders wichtig, dass sie in die weitere Diskussion eingebunden werden. Hier konnte Santjer der Anregung folgen. Im Nachgang des Gespräches erfuhr Santjer, dass die Auswirkungen der Veränderungen auf die Vermessungs- und Katasterververwaltung durch einen Lenkungsausschuss untersucht werden sollen, dem Personalvertretungen, Gleichstellungsbeauftragte und die Hauptvertrauensperson der schwerbehinderten Menschen angehören werden. Dieser Lenkungsausschuss wird dann einen Vorschlag für eine zukunftsfähige Organisation machen. Für die 14 Regionaldirektionen des LGLN ändert sich das Aufgabenportfolio für den Bereich der Vermessungs- und Katasterverwaltung nicht, lediglich die Bandbreite der Aufgaben werde sich verändern. „Die Verwaltungsreform soll ganz klar mit den Beteiligten erarbeitet werden“, fasst Santjer zusammen. Er nahm in diesem Zusammenhang die Sorge der Arbeitnehmervertreter mit, dass kleinere Einheiten schneller aufgelöst werden könnten.
Ziel der Verwaltungsreform sei es, so Santjer, dass zukünftig alle Bereiche des Landes gleichwertige Chancen auf Entwicklung erhalten sollen. Mit der Reform wolle die Landeregierung Entwicklungsimpulse in der Fläche auslösen und dies alles durch ein ressortübergreifendes Regionalmanagement koordinieren. „Durch die künftigen vier Ämter für Regionalmanagement wird es einfacher sein, ressortübergreifende Förderprojekte umzusetzen oder großflächige Entwicklungskonzepte zu entwickeln und umzusetzen“, beschreibt der Landtagsabgeordnete die Gründe der angestrebten Reform. Abschließend betonte Santjer den Willen des Austausches und berichtete gerade für den Standort Otterndorf von der guten Zusammenarbeit auch mit Samtgemeindebürgermeister Harald Zarte und Bürgermeister Claus Johannssen, für den Verwaltungsstandort Otterndorf.