Uwe Santjer (SPD): „Gute Ganztagsschulen werden das Markenzeichen der rot-grünen Bildungspolitik in Niedersachsen“

Vor dem Hintergrund der Elternwünsche nach echten Ganztagsschulen freut sich der örtliche Landtagsabgeordnete Uwe Santjer darüber, dass Ganztagsschulen ein Markenzeichen der rot-grünen Bildungspolitik in Niedersachsen werden sollen. „Die verfehlte Bildungspolitik der vergangenen zehn Jahre hat in Niedersachsen dazu geführt, dass Ganztagsschulen auf sich gestellt waren und nur mit Minimalausstattung auskommen mussten“, fasst Santjer zusammen.

So kam es auch zu der recht hohen Zahl an prekären und rechtlich problematischen Arbeitsverhältnissen an vielen Ganztagsschulen.

„Diese Schulform wurde stiefmütterlich behandelt“, so der Kultuspolitiker, der sich freut, dass nun mit der Korrektur dieser Missstände begonnen wurde. Über die Altfälle der Honorarverträge hat es eine Einigung mit der Rentenversicherung gegeben, nun werde zum Schuljahr 2014/15 der zweite Schritt folgen. „Wir werden eine neue Phase des Ganztagsunterrichts einläuten“, verspricht Santjer, „die endlich rechtlich abgesicherte, finanziell verlässliche und organisatorisch flexible Verhältnisse mit sich bringt.“

Dazu wird die SPD-Landtagsfraktion in Kürze einen neuen Ganztagserlass vorlegen, der sich im Kern auf acht Punkte beziehen wird. Der erste dieser Punkte ist, dass der, der ein gutes, von vielen angenommenes Angebot bereithält, belohnt werden soll. Zudem sollen ganzheitliche Ganztagsangebote, die das Angebot über den ganzen Tag verteilen, gefördert werden. Damit einher geht eine Veränderung der Lehr- und Lernkultur, ein besserer Umgang mit der Vielfalt der Schülerschaft wird möglich. „Dazu gehört für uns zwingend ein warmes Mittagessen und eine vernünftige Verteilung der notwendigen Pausenzeiten“, erklärt der Landtagsabgeordnete Santjer. „In eine solche Rhythmisierung des Tagesablaufs gehört auch Zeit für freie Gestaltung und Lern- und Übungszeiten“, findet der Heilerzieher. Dabei setze die SPD-Landtagsfraktion auf eine sehr flexible Ausgestaltung des Ganztags, um den Elternwillen zu berücksichtigen, auch bezüglich offener, teilgebundener und gebundener Ausgestaltung. „Es sollte möglich sein, neue Konzepte in Ruhe zu erproben“, berichtet Santjer. Des Weiteren sollen Kooperationsverträge weiterhin möglich sein und keine Schule soll gegenüber dem jetzigen Stand schlechter gestellt werden, auch nicht bei bisher geringen Teilnehmerzahlen. „Alle sollen die Gelegenheit bekommen, sich an die neuen Standards zu gewöhnen“, fasst Santjer die Pläne zusammen.