Uwe Santjer (SPD): Weichen stehen auf G9 – Durchdachte und strukturierte Rückkehr nötig

Mit Blick auf die aktuelle Diskussion um eine Rückkehr zu G9 in Niedersachsen erklärt der örtliche Landtagsabgeordnete Uwe Santjer, dass man während der Fraktionssitzung am vergangenen Dienstag festgelegt habe, dass die Weichen Richtung G9 zu stellen seien, aber: „Konkrete Aussagen kann es erst geben, wenn der Bericht der Expertenkommission vorliegt.“

Denn, so Santjer, man wolle auf keinen Fall eine übereilte Rückkehr zu G9, die Schülerinnen und Schüler, aber auch die Lehrkräfte, vor große Schwierigkeiten stellen würde. Santjer will geklärt wissen, wie Schülerinnen und Schüler entlastet werden können.

„Was passiert, wenn man eine Reform dieser Größenordnung überstürzt und völlig kopflos angeht, mussten die Schülerinnen und Schüler in Niedersachsen ja leider erfahren“, so der Bildungspolitiker, der in zahllosen Gesprächen von den Problemen durch die Verkürzung auf G8 erfuhr. „Das Leid der Schülerinnen und Schüler, die gestiegene Belastung, die auch die gesamte Familie betrifft –entstammt der Feder der schwarz-gelben Vorgängerregierung“, so Santjer. Deshalb sei es nun nötig, durchdacht und strukturiert vorzugehen. „Schnellschüsse darf es hier nicht geben“, stellt der Politiker klar, der die Sehnsucht nach Verlässlichkeit und Kontinuität in der Bildung nachvollziehen kann. „Die Schülerinnen und Schüler in Niedersachsen, aber auch die Lehrer, die ohne veränderten Lehrplan das Abitur nach acht Jahren durchziehen mussten – sie alle verdienen eine vernünftige Rückkehr zu G9.“ Deshalb sei es nun wichtig die Ergebnisse der Expertenrunde abzuwarten. Auf deren Grundlage müsse dann die finanzielle Ausstattung und vor allem die inhaltlichen Fragen geklärt werden. „Wenn wir wissen welche Faktoren zu beachten sind, dann erst kann es einem konkreten Zeitplan geben“, stellt Santjer klar.