Uwe Santjer (SPD): Mehr Zeit zum Lernen – Moderner Weg zum Abitur in Niedersachsen

Die Ankündigungen der Kultusministerin Frauke Heiligenstadt (SPD), zum Abitur nach 13 Jahren zurückzukehren, hält der örtliche Landtagsabgeordnete Uwe Santjer für richtig und dringend notwendig. „Ich habe viele Berichte über den immensen Leistungsdruck an den Gymnasien, sowohl von Schülern, als auch von Eltern und Pädagogen, gehört“, so der Bildungspolitiker.

„Das Abitur nach 8 Jahren war damals von der schwarz-gelben Landesregierung völlig überhastet und kopflos umgesetzt worden – nun wird diese unüberlegte Änderung zurückgenommen“, freut sich Santjer, der sich stolz darauf zeigt, der Regierungskoalition anzugehören, die als erste diesen „historischen und klugen Schritt“ geht. Denn Niedersachsen schafft das sogenannte Turbo-Abi als erstes Bundesland wieder ab. „Doch wir kehren in Niedersachsen nicht einfach zum alten System zurück“, erklärt Santjer, selbst Mitglied im Kultusausschuss des Landtags. „Wir werden den Schülern nicht mehr Stoff, sondern mehr Zeit zum Lernen geben“, so der Cuxhavener. Denn die Kultusministerin plane, die Lehrpläne nicht erneut zu erweitern. „Wir wollen den Kindern und Jugendlichen in Niedersachsen Zeit zum Lernen und Zeit zum Leben geben“, so Santjer, der betont, dass es für besonders begabte Schülerinnen und Schüler möglich sei, ein Jahr zu überspringen und somit das Abitur nach 8 Jahren zu machen. Darüber hinaus wird die wöchentliche Stundenzahl auf 30 Unterrichtsstunden begrenzt, was den Alltag für Schülerinnen und Schüler entlastet.

„Ich freue mich, dass die Expertenkommission einen so klaren Weg aufgezeigt hat, dem wir gerne bereit sind, zu folgen“, beschreibt Santjer den Weg hin zu einem modernen Abitur für niedersächsische Schülerinnen und Schüler. Die entsprechende Gesetzesnovelle soll zum 01.08.2015 in Kraft treten, so dass ab dem Schuljahr 2015/2016 zu einem Abitur nach 13 Jahren umgestellt werden kann. „Nach den Fehlern der Vorgängerregierung, die durch Hektik und Kopflosigkeit geprägt waren, bin ich zufrieden, dass wir bewiesen haben, dass ein überlegtes Handeln viel zielführender ist“, so Santjer, der darauf verweist, dass der Kultusministerin in der jüngsten Vergangenheit Zögerlichkeit unterstellt worden war. „Wer überlegtes und bedachtes Handeln mit Ängstlichkeit verwechselt, sollte nun eines Besseren belehrt worden sein. Wir haben unsere Ziele überlegt und durchdacht im Dialog mit der Fachebene umgesetzt.“