SPD-Kreisparteitag in Oyten

„Bildungspolitik ist Investition in Köpfe“ SPD-Kreisparteitag zu Kita und Schule Oyten – Beste Bildung von Anfang an in Krippe und Kindertagesstätte, kurze Wege für kurze Beine durch eine wohnortnahe inklusive Grundschule, eine Entscheidung im Dialog für die vor Ort passende Schulform sowie sonderpädagogische Fachkompetenz für inklusive Schulen vor Ort – das sind die Kernaussagen eines Bildungsleitbildes der SPD für den Landkreis Verden, das die Delegierten eines bildungspolitischen

SPD-Kreisparteitages in Oyten verabschiedeten. Landrat Peter Bohlmann betonte: „Bildungspolitik bedeutet Investition in Köpfe“.

Bevor der Parteitag über den bildungspolitischen Leitfaden der nächsten Jahre beriet, berichteten der schulpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Stefan Politze aus Hannover, und MdL, Uwe Santjer aus Cuxhaven als sein Stellvertreter über die Inhalte des Entwurfs des neuen Schulgesetzes. Danach können Gesamtschulen künftig auch vier-, in Ausnahmen sogar dreizügig zugelassen werden, sagte Politze. Und: „Die Studiengebühren gehören der Vergangenheit an. Das wird uns 120 Millionen Euro kosten, die wir mit dem Landeshaushalt kompensieren werden. Unter dem Titel „Zukunftsoffensive Bildung“ schnüren wir ein Maßnahmenpaket, das uns eine Milliarde kosten wird“, so Politze. „Bis 2018 wollen wir die Ausstattung der inklusiven Schulen verbessern, mit 1600 neuen Lehrern. Die Schulsozialarbeit muss ordentlich ausgestattet sein. Auch müssen wir über Bildungsregionen reden“, betonte der Landtagsabgeordnete. Er sicherte zu: „Trotz sinkender Schülerzahlen werden alle Lehrer im System bleiben.“ Das Thema Oberschule werde nicht angetastet: „So, wie sie besteht soll es weitergehen“, sagte Politze. Und er merkte an: „Euer Papier ist eine gute Grundlage, euch in dem Schulgesetz wiederzufinden.“

Auch Uwe Santjer lobte die Kreis-SPD: „Was ihr hier veranstaltet, muss Modell für das Land werden.“ Santjer sagte: „Die Vorgängerregierung hat viele Krippen gebaut, aber vergessen, sie mit genügend Personal auszustatten. Das holen wir nach. Ab dem 1. Januar 2015 wird das Land die dritte Kraft in einer Krippe ab elf Kindern als 20-Stunden-Stelle einer Sozialassistenten/-tin finanzieren und die Stundenzahl jährlich um drei Stunden bis auf 40 Stunden erhöhen. Kommunen, die bereits Kinderpflegerinnen oder Krankenschwestern als Drittkraft eingestellt haben, können mit diesem Personal weiterarbeiten. Für Nichtqualifizerte erhalten die Kommunen eine Pauschale wie für eine Berufspraktikantin“, führte SPD-Kita-Experte Santjer aus und lobte die SPD vor Ort: „Euer Papier unterstütz unsere Politik in Hannover.“ *woe – Achimer Kreisblatt 17-11-2014