Anerkennung für die Hospizarbeit

Nachdem der Landtag aus dem Verkauf der Landtagsstühle 5000,- für den Kinderhospiz Cuxhaven-Bremerhaven gespendet hat, konnte sich SPD Landtagsabgeordneter Uwe Santjer vor Ort über die Arbeit informieren. Dabei beeindruckte Santjer besonders die qualifizierte und sehr empathische Begleitung der Familien mit einem Kind mit lebensverkürzenden Erkrankungen.

Landtagsabgeordneter zu Besuch beim Kinderhospiz in Cuxhaven

Wie die Vereinsvorsitzende Birgit Fricke aus Langen mitteilt, stellten im letzten Jahr 49 Ehrenamtliche die Begleitung von 29 Familien sicher. „Dabei gehen einzelne bis an die Grenzen ihrer eigenen Kraft“, weiß der Koordinator Andreas Smyk zu berichten.

In einer Ausbildung von 80 Stunden und einem Praktikum werden die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen auf ihre Aufgabe vorbereitet. Für Santjer ist besonders die Begleitung von Urlaubern, die sich in die extra ausgestatte Ferienwohnung des Vereins  einmieten, von unschätzbaren Wert. „Hier kann die ganze Familie etwas abschalten und sich vom Alltag erholen, und das, weil der Kinderhospiz mit seinen Mitarbeitenden bei Bedarf Unterstützung anbietet. Das ist sowohl für die Familie, als auch für den Tourismusstandort Cuxhaven eine tolles Angebot“, so Santjer. Auch die Begleitung der Geschwisterkinder hat seinen festen Platz im Angebot des Kinderhospizes. Aus dem gesamten Landkreis Cuxhaven und der Seestadt Bremerhaven nehmen Geschwister an den Treffen teil. Dort haben sie die Möglichkeit über ihre Gedanken und Gefühle zu sprechen, anderen zuzuhören oder bei einem der Ausflüge einfach nur Spaß zu haben.

Für Smyk und seine Kollegin Irina Rusunov ein wichtiger Teil der Arbeit, denn Geschwisterkinder wurden als „Schattenkinder“ lange Zeit nicht wahrgenommen. Als Idee verfolgen die Verantwortlichen eine Vätergruppe zu eröffnen. Auch hier zeichnet sich ein hoher Bedarf nach Austausch und gemeinsamen Aktivitäten ab. Die besondere Vernetzung zeigt sich u.A. in der „Schmetterlingsinsel“. Einer Gruppe von Hebammen und Krankenschwestern des Krankenhauses Cuxhaven und Haupt-und Ehrenamtlichen des Kinderhospizes. Sie bieten Zeit und Raum für das was Müttern und Vätern „das Herz schwer macht“. 

„Ich habe höchsten Respekt und höchste Anerkennung für die Hospizarbeit, sowohl der für Kinder, als auch der für Erwachsene. Sie gewährleistet, dass Menschen in den vielleicht schwersten Phasen ihres Lebens nicht allein sein müssen. Dafür sage ich Danke“, so Uwe Santjer abschließend.