Reaktivierung von Bahnstrecken

Um die Mobilität der Menschen gerade aus ländlichen Gebieten des Flächenlandes Niedersachsen zu verbessern, stellt das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr die ersten Ergebnisse zur Reaktivierung von Bahnhaltepunkten in Niedersachsen vor.

Landtagsabgeordneter Uwe Santjer

„Nach meinem persönlichen Gespräch mit Minister Olaf Lies kann ich mitteilen, dass es für eine Reaktivierung eines Bahnhaltepunktes entweder in Spieka oder in Cappel-Midlum in der Gemeinde Wurster Nordseeküste beste Chancen gibt“, zeigt sich der Landtagsabgeordnete Uwe Santjer, SPD, erfreut. Die Stationen, von denen eine reaktiviert wird, werden als uneingeschränkt positiv bewertet. Hier wird im Dialog mit den Kommunen und dem ÖPNV-Aufgabenträger zu entscheiden sein, welcher der beiden Haltepunkte sich am ehesten für eine Reaktivierung eignet.

Die insgesamt 38 Stationen wurden einer detaillierten fachlichen Prüfung unterzogen. Entscheidende Prüffaktoren waren u. a. die Entfernung zum nächsten Haltepunkt und Bahnhof mit mehr als drei Kilometern sowie ein über 2.000 Einwohnern liegendes Einwohnerpotential im Radius von 1,5 Kilometern.

Die Bewertungskriterien waren im Vorfeld von der Landesnahverkehrsgesellschaft,LNVG, entwickelt und mit dem Lenkungskreis, dem u. a. die verkehrspolitischen Sprecher aller Landtagsfraktionen, die kommunalen Spitzenverbände und Interessensverbände angehören und der die Reaktivierungsuntersuchungen von Strecken und Stationen begleitet, abgestimmt worden.

„Das Land Niedersachsen hat sich bereit erklärt, 75 % der zuwendungsfähigen Kosten zu übernehmen. Nun müssen gemeinsam mit den Kommunen und den Infrastrukturbetreibern Finanzierungsvereinbaren geschlossen werden, um in die bauliche Planung einsteigen zu können“, so der Sozialdemokrat Uwe Santjer zu dem weiteren Vorgehen zur Reaktivierung.