Stellungnahme zum Thema Wolf

Zur aktuellen Debatte rund um das Thema Wolf und die jüngsten Wolfrisse und Wolfssichtungen im Landkreis Cuxhaven bezieht der örtliche Landtagsabgeordnete Uwe Santjer (SPD) Stellung: „Die Angriffe auf Nutztiere sind für mich unerträglich“, fasst Santjer zusammen. Bezugnehmend auf den Schutz, den die Wölfe seitens der EU und des Bundes erfahren, glaubt er, dass die Auswirkungen der Rückkehr des Wolfes vor über zehn Jahren nicht allen bewusst waren.

„Wir haben als Land aus meiner Sicht drei Aufgaben: Erstens: Förderung beim Einzäunen zum Schutz der Nutztiere. Zweitens: Schnelle Begleitung und Entschädigung nach Wolfsrissen und drittens: Entnahme auffälliger Wölfe“, so Santjer. „Dazu muss eine Regelung gefunden werden, die die Ausbreitung des Wolfes verhindert.“

Da große Teile des Cuxlandes "Deichgebiet" seien, und damit eine Einzäunung der Schafe auf dem Deich unmöglich sei, will Santjer die Idee der Vergrämung des Wolfes  aus "Deichregionen" prüfen! 

Anders, so führt Santjer aus, gebe es kaum eine Chance die Nutztiere zu schützen. Die gute Arbeit der Wolfsberater und die Eröffnung des Wolfsbüros hätten mit zu einer Akzeptanz des Wolfes geführt, allerdings gibt es, wie sich z.B. im Cuxland zeige, hohes Konfliktpotential.

Um das Thema Wolf umfassend zu beleuchten, bereitet der Landtagskandidat Oliver Lottke aus Loxstedt für die SPD derzeit für Anfang April die erste von zwei geplanten SPD Veranstaltungen im Landkreis Cuxhaven zum Thema Wolf vor. In den öffentlichen Veranstaltungen soll die Möglichkeit gegeben werden, Fragen zu stellen, aber auch umfassend über den Wolf an sich informiert zu werden.

„Bis dahin werden wir mit der Landesregierung Gespräche zu den von mir genannten Punkten führen“, verspricht Santjer, der drauf hinweist, dass sich Bund und EU nicht ihrer Verantwortung entziehen dürfen. „Die jüngsten Nachrichten aus Hannover, dass Zaunanlagen zu mindestens 80 Prozent gefördert werden, ist ein gutes Zeichen dafür, dass das Land seine Verantwortung ernst nimmt“, so Lottke.

Landtagskandidat Jan Tiedemann weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass im Cuxland eine Einzäunung nur bedingt realisierbar ist. Er weiß, dass viele Weiden durch Gräben abgegrenzt sind und eben der Deich eine besondere Problematik aufweist.

Unterstützt werden die drei Sozialdemokraten von Bundestagskandidatin Susanne Puvogel. Aus ihren Gesprächen weiß sie, dass durch den Wolf aufgeschreckte Rinder und Pferde sich selbst und andere in Gefahr bringen können. "Unsere Veranstaltungen sollen dazu beitragen, eine realistische Einschätzung der Sitiuation vorzunehmen", betonen die Sozialdemokaten.